MBI
PAKJP

Psychoanalytische Arbeitsgruppe für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie e.V. (PAKJP)

Die PAKJP ist eine der drei Säulen des Michael-Balint-Instituts (MBI), dem Ausbildungsinstitut für Psychoanalyse und Psychotherapie in Hamburg. Wir orientieren uns an der von S. Freud begründeten und von nachfolgenden Forscher*innen ständig weiterentwickelten Auffassung von der Dynamik menschlichen Seelenlebens und möglichen Auswirkungen unbewusster Konflikte und unverarbeiteter Erfahrungen. In der klinischen Anwendung der Psychoanalyse hat die Beziehung zwischen Patient*in und Therapeut*in zentrale Bedeutung.

Die PAKJP hat mehrere zentrale Aufgaben:

  • Die qualifizierte Ausbildung von analytischen und tiefenpsychologisch fundierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen.
  • Die Bereitstellung einer von der Kassenärztlichen Vereinigung anerkannten Ambulanz, in der Diagnostik, teilweise Krankenbehandlungen für Kinder, Jugendliche und Eltern erfolgt. Auch die Vermittlung von Therapieplätzen gehört zum Aufgabenbereich.
  • Bei Bedarf können Supervisionen oder Balintgruppen für pädagogische, psychologische, juristische, medizinische und theologische Berufsgruppen vermittelt werden.

Ausbildung und Weiterbildung

Die Ausbildung zur/zum analytischen und tiefenpsychologisch fundierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in wird am Michael-Balint-Institut gemäß den gesetzlichen Bestimmungen nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG) und der entsprechenden "Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen (KJPPsychTH-AprV)" durchgeführt. Darüber hinaus erfüllt die Ausbildung zur/zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in (KJP) die Anforderung der Sektion Ausbildung in der "Vereinigung analytischer Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut*innen (VAKJP e.V.)".

Das Michael-Balint-Institut bietet zwei berufsbegleitende Ausbildungen zur/zum KJP an, die nach der staatlichen Approbationsprüfung zum Erwerb der Fachkunde führen.

 

DER LETZTE AUSBILDUNGSGANG NACH ALTER AUSBILDUNGSORDNUNG FÜR BEIDE FACHKUNDEN BEGINNT ZUM WS 2022/23.

BEWERBUNGEN SIND BIS ZUM 31.05.2022 MÖGLICH.


Fachkunde in analytischer und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (verklammerte Ausbildung)
Nähere Informationen dazu hier

Fachkunde in analytischer und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie (TP)
Nähere Informationen dazu hier

Wissenschaftliche Grundlage der Ausbildung zur/zum KJP ist die Psychoanalyse, die Lehre vom unbewusst Seelischen, wie sie von Sigmund Freud begründet und von seinen Nachfolger*innen weiterentwickelt worden ist. Neben den formalen Voraussetzungen muss die persönliche Eignung für diesen Beruf gegeben sein, die in einem besonderen Auswahlverfahren geklärt wird.

Supervision und Balintgruppen zur Weitergabe psychoanalytischen Fachwissens

Analytische und tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen haben sich in einer langen, intensiven Ausbildung und in langjähriger Praxis als Therapeut*innen und Ausbilder*innen spezielle Kenntnisse über die innere Welt von Kindern, Heranwachsenden und Eltern erworben. Dieses Wissen wird ständig in Kolleg*innengruppen und Qualitätszirkeln überprüft, diskutiert und weiterentwickelt.

Um auch andere Berufsgruppen daran teilhaben zu lassen, bieten analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen Supervisionen und Balintgruppen für Einzelne und Gruppen an, in denen unbewusste Erfahrungen und psychodynamische Vorgänge analysiert werden.

Die Supervisor*innen der PAKJP

 

  • Annelies Arp-Trojan, Fischers Allee 71, 22763 Hamburg, Tel.: 040 390 33 00, E-Mail: akjp@arp-trojan-hamburg.de
  • Dipl.-Päd. Ulrike Guercke, Fischers Allee 73, 22763 Hamburg, Tel.: 040 390 24 33, E-Mail: ulrike.guercke@t-online.de
  • Angelika Holderberg, Konrad-Reuterstraße 5a, 22393 Hamburg, Tel.: 040 600 12 43, E-Mail: angelikaholderberg@gmail.com
  • Jochen Nolkemper, Heubergredder 30, 22297 Hamburg, Tel.: 040 27 26 18, E-Mail: j.nolkemper@arcor.de
  • Hanna Schulz-Kahl, Gneisenaustraße 18, 20253 Hamburg, Tel.: 040 422 93 09 und 040 48 40 91 28, E-Mail: hannam.schulz-kahl@gmx.de
  • Thomas Streeck, Feldstraße 60, 20357 Hamburg, Tel.: 040 430 45 24, E-Mail: thomas.streeck@t-online.de
  • Gabriele Teckentrup, Behringstr. 5, 22765 Hamburg Tel.: 040 39 45 39, E-Mail: g.teckentrup@gmx.de
  • Dr. phil. Helene Timmermann, Sophienallee 24, 20257 Hamburg, Tel.: 040 401 46 20, E-Mail: helenetimmermann@t-online.de
  • Dipl.-Psych. Andrea Wulf, Kronprinzenstraße 54, 22587 Hamburg, Tel.: 040 800 10 172, E-Mail: wulf-andrea@web.de

Balintgruppen für Pädagog*innen, Ärztinnen/Ärzte und andere Berufsgruppen

  • Jochen Nolkemper, Heubergredder 30, 22297 Hamburg, Tel. 040 27 26 18, j.nolkemper@arcor.de
  • Gabriele Teckentrup, Behringstr. 5, 22765 Hamburg Tel. 040 39 45 39, g.teckentrup@gmx.de

Veröffentlichungen von Mitgliedern

  • Baumeister-Duru, Anette/ Hofmann, Helmut/ Timmermann, Helene/ Wulf, Andrea (2013): Psychoanalytische Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen und Depressionen, Behandlungsmanual, Frankfurt/M.
  • Holderberg, Angelika (1995): Schlaglichter, in: Hamburger Arbeitskreis für Psychoanalyse und Feminismus (Hg.): Evas Biss. Weibliche Aggressivität und ihre Wirklichkeiten. Freiburg, S. 15 -44.
  • Holderberg, Angelika (2000): Der Umgang mit dem Trauma, in: Kinderanalyse 4, Stuttgart, S. 353-375.
  • Holderberg, Angelika (2007): Begegnungen, Berührungen, Reflexionen, in: Angelika Holderberg (Hg.): Nach dem bewaffneten Kampf. Gießen, S. 21-47.
  • Niedecken, Dietmut (1988): Einsätze. Material und Beziehungsfigur im musikalischen Produzieren. Hamburg.
  • Niedecken, Dietmut (1989, 2003): Namenlos. Geistig Behinderte verstehen. München und Weinheim.
  • Niedecken, Dietmut (1991): Im Bannkreis der Musik. Fallstudie: Musiktherapie mit einem präpsychotischen Jugendlichen. in PPmP 41, S.77-82.
  • Niedecken, Dietmut (1994): Rekonstruktion von Zeit und Raum. Musiktherapie mit einer Gruppe schwer geistig behinderter Erwachsener, in: Erziehung heute Heft 2, S. 16-23.
  • Niedecken, Dietmut (1997a): Die „Organisierung“ von geistiger Behinderung, in: Psychoanalyse und Geistige Behinderung, de Groef&Heinemann (eds.). Mainz: Grünewald 1997. [c. 1999a]
  • Niedecken, Dietmut (1997b): Introjektion als Beschädigung des symbolischen Raumes. Eine Studie zur psychosexuellen Genese von geistiger Behinderung. in Forum Psychoanal. 13:241-262.
  • Niedecken, Dietmut (1999a): The “Organization” of Mental Retardation. in Psychoanalysis and Mental Handicap. Johan de Groef /Evelyn Heinemann (eds.). London: Free Associations
  • Niedecken, Dietmut (2000): Eine Einübung ins Sterben, in: Zeichen des Todes in der psychoanalytischen Erfahrung. Gerd Kimmerle (ed)., Tübingen
  • Niedecken, Dietmut (2001): Versuch über das Okkulte. Eine psychoanalytische Studie. Tübingen.
  • Niedecken, Dietmut (2002): Zur Entstehung der Selbstreferenz des Bewußtseins. in Psyche – Z Psychoanal 56, S. 922-945.
  • Niedecken, Dietmut (2003): (zusammen mit Irene Lauschmann und Marlies Pötzl): Psychoanalytische Reflexion in der pädagogischen Praxis. Innere und Äußere Integration von Menschen mit Behinderung, Weinheim.
  • Niedecken, Dietmut (2003). Nameless. Understanding Learning Disability. London, New York.
  • Niedecken, Dietmut (2003): Kinderszenen, oder: Wie findet sich das Subjekt in die Szene. in Sprache, Sinn und Unbewußtes. Zum 80. Geburtstag von Alfred Lorenzer, Psychoanalytische Beiträge aus dem Sigmund-Freud-Institut, Bd. 10. Busch, Hans-Joachim / Leuzinger-Bohleber, Marianne / Prokop, Ulrike, Tübingen.
  • Niedecken, Dietmut (2004): Neue Perspektiven in einer alten Kontroverse. Melanie Klein, in: Psyche – Z Psychoanal 58, S. 114-149.
  • Niedecken, Dietmut (2006): Gewaltlose Integration des Divergierenden, in: Psyche – Z Psychoanal 60, S. 625-651.
  • Niedecken, Dietmut und U. Prokop (Hg.)(2008): Szene und Containment. Wilfred Bion und Alfred Lorenzer: Ein fiktiver Dialog, Marburg.
  • Niedecken, Dietmut (2008): Zerstörung des Denkens in Institutionen. Zur Dimension des Sozialen bei Wilfred Bion, in: Niedecken/Prokop
  • Niedecken, Dietmut (2010): Arbeit, die man nicht sieht. Die institutionelle Gegenübertragung im Traum, in: Der Gegenübertragungstraum in der psychoanalytischen Theorie und Praxis, Hierdeis, Helmwardt (Hg.), Göttingen
  • Niedecken, Dietmut (2010): Verführung in der Gegenübertragung, Forum – Z Psychoanal 26, S. 185-206.
  • Niedecken, Dietmut (2010): Musik als ungesättigte Deutung, Psyche – Z Psychoanal 64, S. 505-525.
  • Niedecken, Dietmut (2011): Psychoanalytische Überlegungen zu „Epilog I – Winterstück“ von Hauke Berheide, in: DPV Tagungsband Frühjahrstagung
  • Niedecken, Dietmut (2012): Körper-Ich und der Satz vom Widerspruch, in: Transformationen im psychoanalytischen Prozess, Nissen, Bernd (Hg.), Giessen
  • Niedecken, Dietmut (2012): Vorformen logisch-diskursiven Denkens, Psyche – Z Psychanal 66
  • Niedecken, Dietmut und Mitzlaff, Sabine (2013): Zerstörung des Denkens im Trauma, Frankfurt
  • Niedecken, Dietmut (2015): Zum Symbolbegriff bei Alfred Lorenzer, Jahrbuch der Psychoanalyse Bd. 71.
  • Niedecken, Dietmut (2015): Zwischen Heintje und Mozart. Ein kulturanalytischer Vergleich, in: Zum Phänomen der Rührung in Psychoanalyse und Musik, Hrg. Karin Nohr, Sebastian Leikert, Gießen (psychosozial) 000
  • Niedecken, Dietmut (2016): Feld und Szene, Jahrbuch der Psychoanalyse Bd. 72 000
  • Niedecken, Dietmut (2016): The primal scene and symbol formation, Intern. J. Psycho-Anal, 97:665-683
  • Niedecken, Dietmut (2016): Considerations on the precedence of the scenes, the contact barrier and the separation of conscious and unconscious, Intern. J. Psycho-Anal, early view online
  • Niedecken, Dietmut (2016): International Journal of Psychoanalysis en Español, 2(3):689-710 La escena primaria y la formación del símbolo
  • Niedecken, Dietmut (2017): Consideraciones sobre la precedencia de las escenas, la barrera de contacto y la separación de consciente e inconsciente, The International Journal of Psychoanalysis (en español), 3:3, S. 30-54.
  • Teckentrup, Gabriele und Hensch, Traute (1993): Schreie lautlos. Missbraucht in Therapie. Freiburg.
  • Teckentrup, Gabriele (1995): Einige Gedanken zum weiblichen Trotz, in: Hamburger Arbeitskreis für Psychoanalyse und Feminismus (Hg): Evas Biss. Weibliche Aggressivität und ihre Wirklichkeiten. Freiburg, S. 45 – 63.
  • Teckentrup, Gabriele (1998): Transgeneratives Trauma und Rebellion, in: Schlösser, Anne-Marie/ Höhfeld, Kurt (Hg): Trauma und Konflikt, Gießen, S. 421 – 435.
  • Teckentrup, Gabriele (2008): Sexualisierung und Sexualität in der weiblichen Adoleszenz, in: Springer, Anne / Münch, Karsten / Munz, Dietrich (Hg): Sexualitäten. Gießen, S. 291-308.
  • Teckentrup, Gabriele (2010): Konversion und Trauma, in: Dieckhoff, Petra (Hg): Kinderflüchtlinge, Theoretische Grundlagen und berufliches Handeln, Wiesbaden, S. 97 – 112.
  • Teckentrup, Gabriele (2017): Flucht und Trauma, in: KJP 175, Frankfurt/M., S. 359 – 380.
  • Teckentrup, Gabriele (2021): Vom Aufbruch in den Widerstand. Motive von Frauen, 1968 politisch aktiv zu werden. In: Stambolis, B., Lamparter, U. (Hg): Folgen sequentieller Traumatisierung, Giessen, S.185 – 208.
  • Timmermann, Helene (2011): Zwischen Verbundenheit und Differenz. Zur Bedeutung von Geschwisterbeziehungen in der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen, in: Psychoanalytische Familientherapie, Nr. 22/12. Jg./Heft 1, Gießen, S. 33-48.
  • Timmermann, Helene (2011): Eltern psychisch kranker Kinder, Mehrgenerationale Fallrekonstruktionen. Frankfurt am Main.

Mitgliederverzeichnis

Gremien/Satzung

Vorsitzende

  • Gabriela Küll, Sophienallee 24, 20257 Hamburg, Tel.: 040 50 56 11


Stellvertretende Vorsitzende

  • Dipl.-Päd. Karin Heister-Grech, Heimfelder Straße 69, 21075 Hamburg, Tel.: 040 796 12 303


Schatzmeisterin

  • Annerose Hilschmann, Hermann-Balk-Straße 139, 22147 Hamburg, Tel.: 040 644 92 013

 

Leiterin des Ausbildungsausschusses

  • Dipl.-Psych. Andrea Wulf, Kronprinzenstr 54, 22587 Hamburg, Tel.: 040 800 101 72


Leiterin der Ambulanz

  • Silke Frenzel, Spritzenplatz 9, 22765 Hamburg, Tel.: 040 889 38 174

 

Delegierte für die Geschäftsführung

  • Gabriela Küll, Sophienallee 24, 20257 Hamburg, Tel.: 040 50 56 11


Vertreterin der Stäko VAKJP

  • Gabriela Küll, Sophienallee 24, 20257 Hamburg, Tel.: 040 50 56 11


Öffentlichkeitsarbeit

  • Dipl.-Päd. Karin Heister-Grech, Heimfelder Straße 69, 21075 Hamburg, Tel.: 040 796 12 303

 

Webseite

  • Dipl.-Päd. Karin Heister-Grech, Heimfelder Str. 69, 21075 Hamburg, Tel.: 040 796 123 03

 

Bibliotheksvertreter*innen

  • Gabriele Teckentrup, Behringstr. 5, 22765 Hamburg, E-Mail: g.teckentrup@gmx.de, Tel.: 040 39 45 39


Die Namen der Teilnehmer- und Kandidatenvertreter*innen können in der Geschäftsstelle bei Frau Rachow unter der Tel.: 040 429 24 212 erfragt werden.

Hier finden Sie die Satzung der PAKJP.

Ethik-Leitlinien der VAKJP

Die Mitglieder der PAKJP am MBI verpflichten sich auf die ethischen Grundsätze der VAKJP, wie sie in den Ethik-Leitlinien der VAKJP am 30.04.2001 niedergelegt sind.

 

Hier finden Sie die Ethik-Leitlinien der VAKJP.